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Lebensbilder / von Christoph Kuffner
Entstehung
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inſtinetmäßig fand, ohne es zu erkennen. Vom übeln Wetter erbittert, blieb er zürnend vor dem Thore ſte⸗ hen, und ſagte zu Cäcilien:Nun geh' ich keinen Schritt weiter! Mag dieſes Haus gehören wem immer, mag die Stunde ſeyn welche immer, ich bleibe hier und muß hinein.

Mit dieſen Worten riß er an der Thorglocke, riß mehrere Mahle vergebens, folglich immer ſtärker, bis wie wir ſchon wiſſen, zu Mariechens großem Schrecken, die Glocke lautheulend herab ſiel. Über die⸗ ſes Getöſe war der alte Jacob erwacht, öffnete, und erkannte den Eintretenden ohne von ihm erkannt zu ſeyn, der in ein fremdes Haus zu treten glaubte, ſich wegen der Störung entſchuldigte, und um Nachther⸗ berge bath. Jacob hielt das für Überraſchung und Scherz, und führte die Beyden unter vielen Ausbrü⸗ chen von Verwunderung und Mitleid eilig hinauf, da er aber ſelbſt etwas ſchlaftrunken war, nicht in das Gaſtzimmer, ſondern vor die Thür von Mariechens Schlafgemach, wo er ihnen ein Licht gab, und ſie ver⸗ ließ.

Beyde traten ein, als das arme Mariechen, von der Ohnmacht zum Schlafe übergangen, in einem Win⸗ kel des Zimmers zuſammen gekauert lag, und gar nicht bemerkt wurde. Carl ſetzte ſich, in ſeinen Mantel ge⸗