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In mir ſelbſt liegt eine Gewißheit, ſo ſchwer, daß ſie der ganzen ſchwankenden Welt das Gleichgewicht zu halten vermag. Ha! Ein Vielleicht ſei dem tollen, täuſchenden Leben geboten! Niemand, Niemand hat mich betrogen ich ſelbſt habe mich nur geirrt in Dem, was ich ſo feſt hielt. Ich beſaß dieſen Talisman, dies Amulet„Viel⸗ leicht“ noch nicht, als ich mir im Schooß der Liebe, an der Bruſt der Freundſchaft, auf der Schulter der Ehre das höchſte Glück vorſpiegelte. Ein Vielleicht euch necki— ſchen Lebensgeiſtern!
In dieſer Erhebung eines edeln Selbſtgefühls erwei⸗ terte ſich dem Dichter auch gleich der Geſichtskreis der Ueberlegung, und indem er mit mildem Lächeln Thekla's und Southampton's gedachte, fühlte er, wie ſehr er ſich mit Eiferſucht und Argwohn übereilt haben könnte. Des Grafen frühere Selbſtanklage über ſeine Verirrung mit Roſalien widerſprach doch zu ſehr einem ſo raſch einge⸗ gangenen neuen Liebesverhältniſſe zu einer Zeit, wo der Freund ſich ſo lebhaft nach der Verbindung mit ſeiner Eliſabeth ſehnte. Auch Thekla, wie er ſie nach langer Bewerbung zuletzt ſo liebevoll und hingebend erkannt hatte, erſchien ihm eines ſolchen Betrugs unfähig. Und wie man denn in ſolchen Augenblicken erkannten Unrechts gar leicht ins Gegentheil überſpringt, ſo wollte ſich William über⸗ reden, beide wären vielleicht ſo heimlich blos überein ge⸗ kommen, ihm irgend eine angenehme Ueberraſchung zu be⸗ reiten. Nur blieb es freilich räthſelhaft, wie beide einan⸗ der Unbekannte ſich ſo ſchnell zuſammengefunden. Allein, hatte ſich nicht ſchon ſo manche Räthſelknospe dieſes zau⸗ berhaften Mädchens dem Dichter zur duftigſten Blume
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