Jahrgang 
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zwiſchen dem Freunde und der Baronin. Ve⸗ ronika bangte, dieſe Fahrt nach Antwerpen koͤnnte verhaͤngnißvoll ausgehen und das Band loͤſen, das hier nicht ohne ſchwere Schuld ge⸗ knuͤpft worden. Dieſe Schuld des Freundes, ſein an Aliden begangenes Unrecht, war ihr nie ſchwerer erſchienen, als in dieſer leidvollen Stunde und an dieſem Schauplatze des Vergehens. Die arme Frau, die nach all' den Jahren ihren Sohn ſo elend finden mußte! Und Angelika— und der Traum! Das Kind hatte nun eine ſo tiefe Neigung gefaßt, die Mutter ſich in ihrem wun⸗ derlichen Glauben beſtaͤrkt: wie ſollte ſich all' das Widerſprechende loͤſen? Konnte die Liebe der Tochter nicht auch noch feindſelig zwiſchen die Eltern treten und ſie entzweien?

Noch andere Raͤthſel, Befuͤrchtungen, ſelt⸗ ſame Vorſtellungen draͤngten ſich der Freundin auf. Man ſieht, welchen wunderlichen Gedan⸗ ken und vermeintlichen Ahnungen ein niederge⸗