ſten von ſchmerzlichen Begegniſſen und von grau⸗ ſamen Erinnerungen ergriffen waͤren. Heſſelts hatte im gutmuͤthigſten Sinne die Vergangenheit angeregt. Veronika gedachte des heitern Feſt⸗ morgens, an dem ihr der Baron die Geſchichte ſeiner Leidenſchaft mitgetheilt hatte. Nun be⸗ fand ſie ſich, wie hergezaubert, auf dem Schau⸗ platze jener Verirrung. Wie viel Leid und Un⸗ ruhe hatte ſie ſeit jenem Morgen erlebt! Sie beſann ſich der ſchwaͤrmeriſchen Vorſaͤtze, die ſie damals fuͤr das Gluͤck des Freundes gefaßt hatte und wie unvermerkt ihr Herz mit den zarteſten Ranken in das Geſchick deſſelben verflochten worden. Alle unangenehmen Erinnerungen dran⸗ gen auf ſie ein, das widerwaͤrtige Begegniß mit der Schenkwirthin, die aͤngſtlichen Auftritte mit der Graͤfin, die uͤberraſchende Zuſammenkunft mit Guſtav im Pavillon. Zu dieſen leidigen Gedanken geſellten ſich unbeſtimmte Beſorgniſſe. Es war kein frohes, gluͤckliches Verhaͤltniß mehr
Jahrgang
2
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