Jahrgang 
2
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Bei uns gibt nicht Anſehen die Macht, ſon⸗ dern die Macht gibt Anſehen. Und was nun die Beſtimmung unſeres Adels angeht, ſo lieben es die Herrſchenden, ſich mit dem alten Adel, der aus dem Geſtein des Volkes ſich in glaͤnzende Familien kryſtalliſirt hat, zu umgeben und ihren Glanz in dieſen Facetten der Fami⸗ lien wiederſtralen und brechen zu laſſen. Brechen freilich auch oft im zerſtoͤrenden, im revolutionaͤ⸗ ren Sinn. Dafuͤr bedarf denn auch die Nation eines Adels, der mit ihr waͤchſt, wie ihr Mark in der Mitte des Holzes und Splintes, und der ihr Intereſſe vertritt, wie jener Adel ſich dem Dienſt der Krone widmet. Sehen Sie, in die⸗ ſem Sinne wuͤnſchte ich einen Buͤrgeradel ent⸗ ſtehen zu ſehen. Der begabteſte, nicht eben der erſtgeborene Sohn ganz reicher Buͤrger ſollte, durch Vortheil vom Geſchaͤft begruͤndet, doch dem Geſchaͤft enthoben und dazu gebildet wer⸗ den, daß er an Geiſt und Geſinnung, in Lebens⸗