Jahrgang 
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daß Sie das Geld nicht hätten und deshalb ihn bitten müßten, mich meiner Verlegenheit zu entziehen. Für das Andere laſſen Sie mich ſorgen, wenn der alte Mann ſo gutmüthig iſt, wie Sie behaupten, werde ich ihn ſchon meinen Wünſchen geneigt machen. Der Schmuck iſt freilich keine hundert Thaler werth, aber das kann nur ein Sachkenner entdecken.

Om der Plan könnte gelingen, erwiderte Heinrich nach⸗ denklich,aber Sie vergeſſen das Hochzeitsfeſt, wir werden meinen Bruder und deſſen Freund, die beide Sie kennen, dort finden.

Das müſſen wir vermeiden, es wird doch ein Zimmer in dem Hauſe ſein, in welchem wir allein mit ihm reden können. Gehen Sie jetzt und kehren Sie punkt neun Uhr mit einem Wagen zurück, ich ſetze auf das Gelingen meines Planes großes Vertrauen.

Heinrich zögerte, er machte noch verſchiedene Einwendungen, die Marie indeß alle zu entkräften und zu beſeitigen wußte.

Nachdem Heinrich ſich entfernt hatte, eilte Marie hinauf, und der Chevalier verließ ebenfalls das Haus, ſobald er es konnte, ohne eine Entdeckung befürchten zu müſſen.

Im Hof von Holland fand er Bertha, ungeduldig ſeiner Rückkehr harrend.

Halten Sie ſich bereit, ſagte er,um neun Uhr werden wir ausfahren, der Wagen iſt beſtellt, wir fahren zur Kataſtrophe.

Und die Polizei? fragte Bertha.Iſt ſie benachrichtigt?

Ja. Ich habe mit einem höheren Beamten geredet, er wird ſich einfinden. Was mich betrifft, ſo hätte ich's lieber mit den Waffen ausgefochten, aber mit einem gemeinen Verbrecher, mit einem Mörder darf ich den Degen nicht kreuzen.

Und wenn Sie es dürften, ſo würde ich es Ihnen verbieten, ſagte Bertha mit einem Blick, der dem Chevalier verrieth, daß eer dem Ziel ſeiner Wünſche nahe war.

Hundertunddreizehntes Kapitel.

Die Kataſtrophe.

Die Hochzeitsgäſte waren alle noch in dem Hauſe Bertram Schenk's verſammelt.. 3 Noch dachte Keiner an die Heimkehr, ſaßen doch auch noch die