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ihre Schatulle wird mit mir gehen. In Amerika wird ſie meine Spur nicht entdecken, ich trete dort unter einem andern Namen auf und—— ja, ja, ſo wird's am Beſten ſein, treffen wir nun unſre Vorbereitungen.“
Er war vor ſeinem Schreibtiſch ſtehen geblieben, jetzt ſetzte er ſich hin, um einige Zeilen niederzuſchreiben.
Es war eine Vollmacht für ſeinen Buchhalter, das Geſchäft zu liquidiren und den etwa ſich ergebenden Ueberſchuß aufzube⸗ wahren, bis er Nachricht erhalte, wohin er denſelben ſenden ſolle.
Nachdem dies geſchehen war, beſchäftigte er ſich damit, ſeine Papiere zu ordnen und den Inhalt ſeiner Kaſſe einzupacken.
Der Chevalier war inzwiſchen nicht müßig geweſen.
Da es ihn intereſſirte, Alles, was im Hauſe Heinrich's vor⸗ fiel, zu erfahren, ſo hatte er nicht allein einen Diener dieſes Mannes, ſondern auch die Magd der angeblichen Gräfin Laroche zu beſtechen verſucht und nach Beſeitigung vieler Schwierigkeiten war ihm dies, wenn auch durch bedeutende Opfer, ſo vollſtändig gelungen, daß er ſich auf die Treue und Dienſteifrigkeit dieſer Spione verlaſſen durfte.
Der Diener Heinrich's war namentlich auf die Klappe im Beſuchzimmer aufmerkſam gemacht worden und der Spion ver⸗ ſäumte nicht, ſie zu benutzen, ſo oft die Gelegenheit dazu ſich ihm bot.
Was er auf dieſem Wege erfuhr, konnte ſeine Dienſteifrigkeit für den Chevalier nur befeſtigen, denn dieſer lohnte ihm jede einigermaßen wichtige Nachricht mit Gold, während auf der anderen Seite es ſich vorausſehen ließ, daß die Herrlichkeit im Hauſe Heinrich's bald ein Ende nehmen mußte.
Nun war dieſer Diener heute ſich ſelbſt überlaſſen geweſen und da er bemerkte, daß ſehr viele Herren aus⸗ und eingingen, ſo hielt er es für zweckmäßig, ſich durch die Jagd auf eine intereſſante Neuigkeit die Langeweile fern zu halten.
Er vernahm die Unterredung zwiſchen ſeinem Herrn und Scherenberg, ſowie auch das Selbſtgeſpräch des Erſteren und was er durch dieſe Geſpräche erfuhr, däuchte ihm wichtig genug, um es dem Chevalier ſofort zu berichten.
Der Chevalier war überraſcht, er eilte zu Bertha, die nie ihr Zimmer verließ und nur durch Jeanette dedient wurde, um der Möglichkeit der Erkennung durch einen Kellner vorzubeugen.
„Die beiden Verbrecher wollen noch heute die Stadt für immer verlaſſen,“ ſagte er erregt,„das ändert meinen Plan. Wir können jetzt nicht mehr warten, bis ſie vor dem Traualtar ſtehn, wir müſſen ſie ſchon jetzt entlarven.“
„Mir iſt das um ſo lieber,“ erwiderte Bertha,„ich habe ja


