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that; er verſicherte mit dem ernſteſten Geſichte Dinge, die an's Fabelhafte grenzten, und es kümmerte ihn durchaus nicht, daß ſeine Gattin ſich bemühte, durch energiſches Ziehen an den Flügeln ſeines Fracks, ihn auf ſeine Untugenden aufmerkſam zu machen.
Fritz Wacker erreichte ſeinen Zweck, er beluſtigte die Geſell⸗ ſchaft und gab ſich, wenigſtens nach ſeiner Ueberzeugung, in den Augen aller Anweſenden den Anſchein eines weitgereiſten, kennt⸗ nißreichen Mannes..
Nur Einer fehlte bei dieſem Doppelfeſte, Heinrich, er hatte die Einladung nicht angenommen, unter dem Vorwande, daß es fich für ihn nicht zieme, ſchon ſo bald nach dem Tode ſeiner Gattin an einem Feſte Theil zu nehmen.
Man mußte dieſen Vorwand gelten laſſen, und außer Madame Schenk war Niemand betrübt darüber, daß dieſes Familien⸗ glied fehlte.
Aber Niemand ahnte auch, welche ſchweren Sorgen an dieſem Tage die Seele dieſes Mannes drückten.
Es ſchien faſt, als ob ſeine ſämmtlichen Gläubiger ſich ver⸗ abredet hätten, ihn zu ſtürzen und zu vernichten, ſo hartnäckig und ungeſtüm drangen ſie auf ihn.
Schon am Tage nach der Beerdigung kamen drohende Mahn⸗ briefe, ſie wurden bei Seite gelegt.
Am Tage darauf erſchienen einige Gläubiger perſönlich, um Zahlung zu verlangen, mit einer faſt verachtenden Geringſchätzung machte Heinrich ſie darauf aufmerkſam, daß er durch den Tod ſeiner Frau in den Beſitz eines Vermögens gelangt ſei, welches ſein eignes bedeutendes Vermögen weit überſteige. Er hatte ihnen mit derben Worten erklärt, daß er ſie ſammt und ſonders auf Heller und Pfenning befriedigen werde, ſobald er einige ausſtehende Kapitalien flüſſig gemacht habe, daß er aber fortan mit Keinem von ihnen je wieder in Geſchäftsverbindung treten werde.
Sein ſtolzes, ſicheres Auftreten imponirte den Gläubigern, ſie geduldeten ſich, in der Hoffnung, daß die Zahlung in den erſten Tagen erfolgen werde.
Heinrich ſchickte nun zur Bank, er berief ſich in ſeinem Briefe, den er an die Direktion ſchrieb, darauf, daß er durch den Tod ſeiner Frau der Univerſalerbe ihrer Hinterlaſſenſchaft geworden ſei und erſuchte um ſofortige Zahlung der Hälfte des deponirten Geldes.
Er rechnete mit Sicherheit auf den Empfang dieſer Summe, die ihm nach ſeiner Auſicht nicht vorenthalten werden konnte, da er ja der einzige berechtigte Erbe war.
Um ſo größer war ſeine Beſtürzung, als der ausgeſandte Bote mit der Nachricht zurückkehrte, die Bank habe die Aushändigung des Geldes verweigert.


