Jahrgang 
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voltmächtigt Ihr mich, Eure Sache zu vertreten und nachher weicht Ihr mir aus, wenn ich Enrer bedarf.

Ich habe Sie nicht bevollmächtigt, erwiderte Scherenberg phlegmatiſch, während er den Dampf ſeiner Cigarre dem Mann des Geſetzes unter die Naſe blies,Sie wollten es für eigne Rechnung unternehmen und dagegen konnte ich nichts einwenden. Was habe ich nun noch dabei zu thun? Laſſen Sie mich in Ruhe mit der ganzen Sache, es kommt ohnehin nichts heraus.

Aber es muß etwas heraus kommen, fuhr der Advokat

oder der ungeduldig fortſo verwickelt der Fall auch iſt 1 ErhſchaftSo alſo auch das noch? Ich ſagte es Ihnen ja gleich, mein Herr Vetter werde mich nicht bedacht haben!

act hatteDas Teſtament muß angegriffen, umgeſtoßen werden!

thun, demAlſo hat ſich ein Teſtament vorgefunden?

bei etwasNatürlich; Euer Vetter hat ſeinen Aſſocie zum Univerſal⸗

ohdachluſe erben eingeſetzt und die Erbſchaft ſoll über hundertfünfzigtauſend

en danach Thaler betragen. 85

nſcen, i Das hatte der lange Chriſtian nicht erwartet; er wußte wohl,

enzwandel daß ſein Vetter in Köln einiges Vermögen beſaß, aber daß dieſes uldenen Vermögen ſo bedeutend ſein könne, vermuthete er nicht.

zuunnDann hat er außer ſeinem Vermögen einen lachenden Erben

bu blend hinterlaſſen, ſagte er.

4Aber es wäre beſſer, wenn Ihr der lachende Erbe wäret!

u ſuchteMan muß zufrieden ſein mit dem, was man hat; Hoffen

inn ſung und Harren macht Manchen zum Narren. Mein Vetter iſt mir

deng h⸗ nie grün geweſen, ich konnte von ihm nichts erwarten.

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Der Advokat konnte ſeine Aufregung kaum noch bemeiſtern;

eben, dieſer ſtoiſche Gleichmuth erbitterte ihn, zumal es ſich ja auch um hergeg ren die Rückerſtattung ſeiner Vorſchüffe handelte. nn alunMein Kollege in Köln ſchreibt mir, daß das Teſtament doſ

allerdings vorliege, daß man aber mit einiger Energie die Nich⸗ die tigkeitserklärung desſelben erreichen könne, erwiderte er.In egen

dieſem Falle würdet Ihr als der einzige Verwandte des Erblaſ⸗ ein eig ſers der Univerſalerbe ſein. f8⸗Und wodurch glaubt er das zu erreichen? fragte Scheren⸗ der Re heit berg, deſſen Intereſſe allmählich rege ward, ſeitdem er die Summe qeltgen kannte, um welche es ſich handelte.Durch einen langen, ver⸗ 4 wickelten Prozeß, der vielleicht erſt nach fünfzig Jahren ſein s Ende erreichen wird? BierglaNein, fuhr der Advokat fort,zu einem ſolchen Prozeß würde ich weder die Genehmigung noch die Mittel geben. Man then, wem ſpricht davon, Euer Vetter ſei durch Liſt oder Gewalt in eine

76 Irrenanſtalt gebracht und dort ermordet worden. Das letztere moin 3 ſteht feſt als eine erwieſene Thatſache, und der Beſitzer jener nächſ Fünfmalhunderttauſend Thaler. 38