Jahrgang 
2
Einzelbild herunterladen

577 Buräumenden geküßt, er fand das natürlich, die gemeinſame Gefahr hatte ihn 6 ja mit dieſen ſchlichten biederen Männern verbrüdert. mamgeten i Er begriff jetzt, welch' ſtarkes Band ſie alle umſchlungen hielt, Bewißbet der Sinn der Worte, welche der alte Steiger ihm über die Ein⸗ e Gewißheit,

1 tracht und Liebe unter den Bergleuten geſagt hatte, ward ihm datten ſie nun klar.

Die Verſchütteten griffen jetzt auch mit an, ſo gut ſie es ver⸗ mochten, auch Otto blieb nicht müßig, trotzdem man ihm bedeutete, daß er ja doch nichts ausrichten könne.

Man läutete zu Mittag, als die Verſchütteten den Schacht verließen.

Es war eine ergreifende Scene, als ihre Angehörigen ſie um⸗ ringten, eine Scene, die zu beſchreiben Worte nicht ausreichen.

Die beiden Freunde gingen dabei nicht leer aus.

derzen, für ſie Jeder wollte ihnen die Hand drücken, jeder ihnen Glück zu 3 der Rettung wünſchen, und Helene, die ebenfalls anweſend war, in Hand die den Platz nur dann und wann auf kurze Zeit verlaſſen hatte,

wenn Schlaf oder Hunger ihre Rechte geltend machten, konnte nur mit Mühe ſich zu dem Bräutigam und dem Bruder hin⸗

durchdrängen. unden. Sie begleiteten das Mädchen in den Gaſthof, fühlten ſich aber in ſcharfes hier ſo ſehr erſchöpft, daß ſie ſich ſofort in's Bett legen mußten. Am nächſten Morgen ging Nikolas zum Bergwerk hinaus, zuſammen⸗ überzeugt, daß rer dort in ſeiner Werkſtätte Arbeit vollauf finden werde. u ſchwach ſAber ſchon nach einer Stunde kehrte er ſehr niedergeſchlagen urück. der Alte 4Alles aus, ſagte er,die ſchönen Hoffnungen ſind vernichtet. innere Betroffen blickten Helene und ihr Bruder ihn an, ſie verſtanden den Sinn dieſer Worte nicht. Stimme,Die Hauptbetheiligten ſind geſtern angekommen, um den 7 Stand der Dinge zu unterſuchen, fuhr Nikolas fort.Da ſind er verneh⸗ denn Dinge an's Licht gekommen, die faſt unglaublich klingen. dcee Das Bergwerk war in den beſten Tagen nicht das Geld werth, ulete nacher was die Actionäre dafür bezahlt haben und die Direktion hat a ſc ſich ſammt der Kaſſe aus dem Staube gemacht. Gearbeitet wird chte einſtweilen nicht mehr, eine Generalverſammlung der Actionäre 4. ſoll darüber entſcheiden, ob man das Werk wieder in Betrieb ſetzen rül auch ul oder ſo gut wie möglich verkaufen wird. Wahrſcheinlich geſchieht ſih gan das letztere, die Herren haben erklärt, ſie ſeien nicht geneigt, noch tt mehr Geld hinauszuwerfen. m junDie armen Arbeiter! ſagte Helene mitleidig. 4 cieneAh ſie haben zum größten Theil bei den benachbarten

1d Gewerkſchaften ein neues Unterkommen gefunden, erwiderte Nikolas Imr 1 Füͤnfmalhunderttauſend Thaler. 37