Jahrgang 
2
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dt, daß ſie es laß nur nich e Nikolas be⸗ ej geſetzt, ihr ihrem Sohne es kann doch mt Rath, wer

Wunſch, das Schacht hinab⸗

nächſten Tage

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Es war ein recht lebendiges, buntes Leben, aber auch eine ſchwere, mühſame Arbeit.

Auf den Knien, auf dem Rücken lagen die Hauer ſtundenlang an dem Geſtein pochend, während Andere die Karren beluden und wieder Andere dieſe ſchweren Karren fortſchafften bis zum Ausgang des Schachtes, wo die Maſchine ſie hinaufwand.

Ueberall empfing ein herzliches„Glückauf“ den Fremden, der zu ihnen hinuntergekommen war, heiter und raſtlos arbeiteten die kräftigen Männer weiter, wenn Otto vorbeigeſchritten war.

Der alte Bergmann nickte wohlgefällig, als Otto ſich über den Fleiß, den Muth und die Heiterkeit der Leute lobend aus⸗ drückte.

„Sie finden in wenigen Ständen ſo viel Eintracht, Liebe und Herzlichkeit, wie in unſerm,“ ſagte er,„das thut die gemein⸗ ſame Gefahr, der wir ſtündlich ausgeſetzt ſind. Sie verbindet uns eng, wer gewohnt iſt, täglich dem Tode in's Auge ſchauen zu müſſen, der begeht ſelten etwas, was ihn ſpäter gereuen könnte. Natürlich keine Regel ohne Ausnahme, wir haben in unſerm Stande auch manchen rüden Geſellen, gewiß, aber er wird in der Gewerkſchaft nicht lange geduldet, ſobald eine Ge⸗ legenheit ſich bietet, ihn zu entfernen, wird ſie benutzt.“

„Und bei dieſer ſteten Gefahr wundert mich die heitere Ge⸗ müthsſtimmung um ſo mehr,“ erwiderte Otto,„ich fände es natürlicher, wenn die Leute ernſt und ſchweigſam wären.“

„Durchaus nicht,“ fuhr der alte Mann fort,„liebt nicht auch der Soldat, ſingend in den Kugelregen hineinzumarſchiren? Dann auch bedenken Sie, daß der Bergmann ein Freund der Natur ſein muß, wenn er ein tüchtiger Bergmann werden will. Dieſe ſtete Beſchäftigung mit den Gebilden der Schöpfung—“

Er brach ab, ein dumpfes, donnerähnliches Krachen hatte ſich plötzlich in der Ferne vernehmen laſſen.

„Was war das?“ fragte Nikolas beſtürzt.

Aufhorchend ſtand der Bergmann da, ernſte Beſorgniſſe ſpiegelten ſich in ſeinem biedern Geſicht.

Das Krachen und Rollen wiederholte ſich, jetzt lauter wie uvor.

4„Mein Gott, wir ſind verloren,“ ſagte der alte Mann ent⸗ ſetzt.„Kommen Sie, folgen Sie mir ohne Zögern.“

Beſtürzt folgten die beiden Freunde dem Bergmann, der mit fieberhafter Haſt voranſchritt und ſie nach kurzer Wanderung auf⸗ forderte, ſtehen zu bleiben.

Von allen Seiten eilten die Bergleute mit ihren Grubenlichtern herbei, und in dem Geſicht eines Jeden konnte man den Ausdruck des Entſetzens finden.