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Heinrich kehrte mit einem glühenden Haß gegen den Werk⸗ meiſter in der Seele heim.
Er begriff nicht, daß dieſer Mann ſo verwegen geweſen war, ſich an ſeiner Perſon zu vergreifen, er wollte es für einen Traum halten, und doch konnte er die Wirklichkeit nicht bezweifeln.
Auch er dachte im erſten Augenblick daran, ſich dadurch zu rächen, daß er den Verkauf der Fabrik verweigerte, aber nach kurzem Ueberlegen ſah er ein, daß das der richtige Weg nicht war.
Er mußte in dieſem Falle erwarten, daß Tender ſich öffentlich rühmte, den reichen Wüſtling geohrfeigt zu haben, der Schande durfte er ſich nicht ausſetzen.
Es gab ja Wege genug, den Werkmeiſter zu verderben, man mußte nur Geduld haben, und wenn der ehemalige Schneider⸗ meiſter Wacker dabei mit zu Grunde ging,— was lag daran!
Fünfundſiebenzigſtes Kapitel.
Im tiefen Schacht.
Otto und deſſen Schweſter traten am nächſten Morgen in der Frühe ihre Reiſe nach Eſſen an, um Nikolas zu beſuchen, der von dieſem angenehmen, unerwarteten Beſuch keine Ahnung hatte.
Und als ſie ſpät am Abend ankamen und den Freund in ſeiner Werkſtätte überraſchten, wollte dieſer ſeinen Augen nicht trauen, er wußte nicht beſſer, als daß Otto ſich noch in London bei Harriſon befand.
Die Freude über dieſes Wiederſehen war auf beiden Seiten groß, wenn auch die vorhergegangene Trennung nur kurz ge⸗ weſen war.
Nikolas begleitete die Beiden in den Gaſthof, in welchem ſie abgeſtiegen waren und hier, bei einer Flaſche Wein, thauten Mund und Herz raſch auf.
Nikolas war mit ſeiner Stellung ſehr zufrieden, man hatte—
ihm Ausſicht gemacht, daß er binnen Kurzem in ſeinem Ein⸗ kommen ſich verbeſſern werde; geſchah dies, ſo konnte er den eignen Herd gründen.
„Wenn nur meine Mutter uns keinen Stein in den Weg
legt,“ wandte Helene beſorgt ein.
—J—ͤööſ — 3—.—
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