Jahrgang 
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in wilder Verzweiflung.Haſt Du noch mehr Bitterkeit für mich, ſo gieße ſie aus, die ganze Schale Deines Grolls, nur nicht tropfenweiſe laſſ' ſie mich koſten. Was ich gethan habe, das kann ich verantworten vor meinem Gewiſſen, und Niemand hat ein Recht, den Stab über mich zu brechen. Weshalb haſt Du mir nicht geſchrieben, daß der Voter krank und ſein Ende nahe ſei? Ich würde ſeine Verzeihung erhalten haben

Er wollte Dich nicht ſehen, unterbr rach Henri ſie ernſt, Dein Anblick würde ſein Ende beſchleunigt haben.

So haſt Du zwiſchen mir und ihm geſtanden?

Nein, ich habe ihm nicht zugeredet, noch uenreßen, ich wußte, daß alles Zureden vergeblich geweſen wäre. Aber ich hielt es für meine Pflicht, Dich aufzuſuchen, um Dir die Botſchaft zu bringen und Dich zu fragen, wie Du es mit Deinem Erbtheil ge⸗ halten haben willſt.

Ich verzichte darauf.

So werde ich es für ſpätere Zeiten Dir bei dem Maire depo⸗ niren, die Tage kommen ja doch, in denen Du nichts mehr haben wirſt.

Nein, nein, behalte es, erwiderte Maria raſch,ich werde Dir noch eine Summe dazu geben, damit Du ein großes Etabliſſement gründen kannſt. Ich will Dich unterſtützen, Dir Alles geben

Glaubſt Du, ich würde von Dir ein Geſchenk, oder eine andere Unterſtützung annehmen? fiel Henri ihr kalt in's Wort. Seitdem mein armer Vater ſich losgeſagt hat von Dir, biſt Du meine Schweſter nicht mehr. Ich würde Dich bemitleiden, ich würde Dir eine Zuflucht anbieten, wenn au Verirrung nur Deine Ehre befleckt hätte, aber Du haſt dieſe Bahn betreten mit dem Bewußtſein und der Abſicht, durch die Schande Dir ein ge⸗ nußreiches Leben zu bereiten. Du haſt dieſe Abſicht erreicht, aber zugleich auch die Bande gelöſt, die Dich an Deine Familie feſſel⸗ ten. Das iſt alles, was ich Dir zu ſagen habe, ich kehre zu dem Grabe meines Vaters zurück, auf deſſen Hügel zu beten Du kein Recht haſt.

Er hatte ſich bei den letzten Worten der Thüre genähert, um⸗ ſonſt bat Maria ihn, nicht ſo von ihr zu ſcheiden, vergeblich ver⸗ ſuchte ſie, ihn zurückzuhalten, er ging hinaus, ohne ſie eines weiteren Wortes oder Blickes zu würdigen.

Der Blick des Mädchens ruhte lange ſtier auf der Thüre, hinter der Henri verſchwunden war, die Nachricht, die er gebracht, die Worte, die er zu ihr geſprochen hatte, vermochte ſie ſo raſch nicht zu faſſen.

Sie hatte immer noch gehofft, der Vater werde ihr verzeihen,

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