Jahrgang 
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Thaler zu verjubeln, ſchritt Jakob Herz nachdenklich in ſeinem

3. Bureau auf und ab. Un Er hat ein raſendes Glück, ſagte er, nachdem er, ſeine Wan⸗ i derung unterbrechend, den offenen Brief, der auf ſeinem Pulte d lag, noch einmal geleſen hatte,ein Glück, welches ich nicht be⸗ greifen kann! Ah, er ſpeculirt vortrefflich, dieſer junge Herr. net Laß' ſehen, der alte Scherenberg wird beſeitigt, dann iſt das ganze Geſchäft ſein alleiniges Eigenthum, das Geſchäft ſammt den Fonds! ih Ferner, dieſer Karl Liebmann ſoll genöthigt werden, ſich den Paß für das Zuchthaus auszuſtellen vortrefflich, er wird mo⸗ n raliſch und bürgerlich todtgeſchlagen, der Alte aufgehetzt, ihn zu 3 enterben hm, hm, der junge Menſch hat Verſtand! Uebri⸗ He gens mir kann's gleichgültig ſein, durch ihn habe ich ein gutes lich Geſchäft gemacht, und es iſt nicht mehr als recht und billig, daß ich ihn unterſtütze. Das liegt ja anch in meinem Intereſſe. dar Weigere ich mich, ſeinen Anordnungen Folge zu leiſten, ſo iſt mein Geld verloren, trotz Wechſel und Unterſchrift. m Der alte Mann nahm ſeine Wanderung wieder auf, er blieb un nach einer Weile am Fenſter ſtehen und blickte auf den Hofraum der hinaus. Lange ruhte ſein Blick ſtier und nachdenklich auf dem Schutt⸗ hel haufen, dann und wann bewegte er die Lippen oder er zuckte die no Achſeln, oder er machte eine audere unwillkürliche Geberde, aus der hervorging, daß ſeine Seele ſich ſehr angelegentlich mit der un Verfolgung eines Gedanken beſchäftigte. Si Wenn man hinter den Schleier blicken könnte! ſagte er endlich leiſe.Richtig iſt die Sache nicht. Ein Schlagfluß ſoll ic ihn getödtet haben? Bah, weshalb wird es verheimlicht, daß der fa junge Menſch ſelbſt ſich das Leben genommen hat? Wie ſagte auch noch der Gerichtsſchreiber, der es aus beſter Quelle wußte? al Blauſäure! Wie kommt ein Menſch auf die Idee, ſich mit Blau⸗ nu ſäure zu vergiften? Und woher hat er ſie erhalten? Ich habe dem jungen Herrn auf den Zahn gefühlt, ich ſah, daß er erſchrak, als ich ihm den NamenBlauſäure ins Geſicht warf. Wenn D man dahinter kommen könnte! Na weshalb zerbreche ich mir M den Kopf darüber? Mich kümmert's ja weiter nicht. Aber es ad wäre wegen der braſilianiſchen Erbſchaft gut, wenn ich's wüßte. Geſetzt, Bertram Schenk wittert Lunte und ſtellt Nachforſchungen 4 an, ſo könnte ich ihm im entſcheidenden Augenblicke die Wahl 5 ſtellen zwiſchen der Verzichtleiſtung auf die Erbſchaft oder der Ver⸗ öffentlichung jenes Geheimniſſes, die ſeinen Sohn auf's Schaffot * bringen würde. be Wieder ſchritt der Wucherer lange auf und ab, er dachte offen⸗ 3 3

bar über die Wege nach, auf denen er dieſes Ziel erreichen konnte.