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— 352— und mächtige Alcayden und Krieger zerſchlagen wurden. Er hatte mit eigner Hand viele Moſlemitiſche Häuptlinge
getödet, und unter andern den berühmten Ali Atar von
Lora, als ſte beide, Mann gegen Mann, an den Ufern des Penil fochten. Seine Urtheilskraft, Beſonnenheit, Groß⸗ muth und Gerechtigkeit kamen ſeiner Tapferkeit gleich; er war der fünfte Held aus ſeinem kriegeriſchen Hauſe, der in dem Kampfe mit den Mauren fiel.
«Seine Seele,» bemerkt Pater Abarca,«ſtieg, wie man glauben muß, gen Himmel, die Belohnung eines ſo chriſtlichen Hauptmanns zu empfangen; denn eben an je⸗ nem Tage hatte er ſich mit den Sakramenten der Beichte und Communion bewaffnet.)
Die Mauren, ſtolz auf ihren Erfolg, verfolgten die
flüchtigen Chriſten den Engyäſſen und Bergwänden hinab.
Mit der äuſſerſten Noth kounte der Graf von Urena ei⸗ nen Reſt ſeiner Streitkräfte aus dieſer unſeligen Höhe
herauswinden. Zum Glück trafen ſie auf der niederen
Abdachung des Gebirgs die Nachhuth des Heers, welches von dem Grafen de Cifuentes angeführt ward, der den
Bach überſchritten und ſich durch die Schlucht gewagt hatte, zu ihrem Beiſtand herbeizueilen.
Als die Geſchlagenen flüchtig in wirrer Furcht den Berg herabkamen, hatte der Graf alle Mühe, ſeine eig⸗ nen Truppen vor einem paniſchen Schrecken zu bewahren.
und ſie abzuhalten, ſich in Verwirrung über den Bach
zurückzuziehn. Doch gelang es ihm, Ordnung zu erhal⸗
ten, die Fliebenden zu ſammeln und der Wuth der Mau⸗
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— ꝗ ꝗᷣMůwohn——
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