Jahrgang 
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Eines Nachmittags ergriff eine Anzahl chriſtlicher Sot⸗ daten, blos um ihren Muth zu zeigen, ein Banner, ſchritt über das Waſſer, klomm dem entgegengeſetzten Uſer hin⸗ auf, und machte einen Anfall auf die Mauren. Ihnen folgten viele von ihren Waffengefährten, theils um ſie zu unterſtützen, theils aus Nacheiferung, die meiſten aber in der Hoffnung auf Beute. 3

Ein hitziges Gefecht entſpann ſich auf der Firſte des Bergs. Die Mauren waren an Anzahl weit überlegen, und hatten den Vortheil des Bodens für ſich. Als die Grafen von Urena und Cifuentes das Scharmützel wahr⸗ nahmen, fragten ſie Don Alonzo de Aguilar um ſeine Meinung.

Meine Meinung,» ſagte er,«hab' ich ſchon zu Cor⸗ dova abgegeben, und ſie bleibt auch jetzt noch dieſelbe. Es iſt dieß eine verzweifelte Unternehmung; indeß die Mauren ſind uſſs nahe, und wenn ſie an uns Schwaͤche bemerken, wird dieß nur ihren Muth und unſere Gefahr erhöhen. Vorwärts alſo zum Angriff, ich vertraue zu Gott, wir werden einen Sieg davontragen. So ſa⸗ gend führte er ſeine Streitkräfte in die Schlacht.

Am Fuße des Gebirgs waren mehrere ebene Stellen, gleich Terraſſen. Hier bedrängten die Chriſten kraͤftig die Mauren, und hatten den. Vortheil, aber dieſe zogen ſich auf die ſteilen, zackigen Höhen zuruͤck, von wo ſte Speere und Felſen auf die Angreifer herabſchoſſen. Sie vertheidigten ihre Bergengen und Schluchten mit wilder Tapferkeit, aber ſte wurden von Höhe zu Höhe getrieben,