— 344—
bau hatte die Zeſtigkeit des Eiſens ohne die Starrheit des Alters erlangt. Seine Rüſtung, ſeine Waffen ſchie⸗ nen ein Theil ſeines Leibes auszumachen, und er ſaß gleich einem Manune von Stahl auf ſeinem mächtigen Streitroß.
Er nahm auf dieſen Zug ſeinen Sohn Don Pedro de Cordova mit ſich, einen Jüngling von kühnem, edlen Geiſte, in der Friſche ſeiner Tage, und bewaffnet und gerüſtet mit aller Tapferkeit eines jungen Spaniſchen Ritters. 3
Als das Volk von Cordova den greiſen Vater, den Krieger von tauſend Schlachten ſeinen jugendlichen Sohn hinaus in das Feld führen ſah, da erinnerte es ſich der Familienbenennung*).«Seht,p ſchrie'n alle, aden Ad⸗ ler, wie er ſein Junges fliegen lehrt! Langes Leben der kräftigen Linie der Aguilar!⸗ 1 3 Die Tapferkeit Don Alonzo's und ſeiner Waffenge⸗ fährten war durch alle Mauriſche Städte berühmt. Bei ihrer Annäherung unterwarf ſich daher ein großer Theil der Mauren und eilte nach Ronda, das Chriſtenthum anzunehmen.—
Unter den Bergwohnern aber befanden ſich auch viele von den Gandulen, einem wilden Afrikaniſchen Stamm, die zu ſtolzen Muthes waren, um ihren Nacken dem Joche zu beugen. An ihrer Spitze ſtand ein Manre, — 3
*) Aguilar, das ſpaniſche Wort für aldler.
1


