Jahrgang 
3
Einzelbild herunterladen

3 343

zu verlaſſen und ſich nach Caſtilien zu begeben; doch gab er geheime Verhaltungsbefehle, wonach man die, welche freiwillig das Chriſtenthum annehmen würden, dort woh⸗ nen laſſen ſollte. Zu gleicher Zeit beorderte er Don Alonzo de Aguilar und die Graſen Urena und Cifuentes gegen dieſe Empörer.

Don Alonzo de Agnilar war zu Cordova, als er des Koͤnigs Befehle erhielt.«Wie ſtark iſt die uns zu die⸗ ſer Unternehmung angewieſene Streitmacht?» fragte er. Als man es ihm beantwortete, bemerkte er, daß die An⸗ zahl der Truppen noch weit unter der Anzahl der Feinde war. Wenn jemand geſtorben iſt» ſprach er, ſchicken wir vier Mann in ſein Haus, die Leiche herauszuholen. Wir werden jetzt geſchickt, jene Mauren zu züchtigen, welche lebendig, kräftig, in offnem Aufſtand und in ihre Feſten verſteckt ſind, und doch geben ſie uns nicht ein⸗ mal Mann gegen Mann.»

Dieſe Worte des tapfern Alonzo de Aguilar wurden ſpäter oft angeführt, aber ob er gleich die verzweifelte Beſchaffenheit ſeiner Unternehmung gewahrte, zögerte er doch nicht, ſich ihr zu unterziehn.

Don Alonzo war zur damaligen Zeit in dem ein und fünfzigſten Jahr ſeines Alters. Er war ein im Krieg ergranter Soldat, in welchem das Feuer der Jugend noch nicht erloſchen, obgleich durch Erfahrung gemäßigt war. Der größre Theil ſeines Lebens war ihm im La⸗ ger und Feld vorübergegangen, bis die Gefahr gleichſam zu ſeinem natürlichen Element geworden. Sein Muſkel⸗