— 32— Bekehrung der Ungläubigen herbeizuführen, und der fromme Zwang, der zu dem Ende von der Regierung angewandt ward, erbitterten die halsſtarrigen Mauren auf den Gebirgen.
Viele eifrige Miſſionäre wurden mißhandelt, und in der Stadt Dayrie ihrer zwei ſogar ergriſſen und unter vielen Drohungen ermahnt, den Moſlemitiſchen Glauben anzunehmen. Auf ihre ſtandhafte Weigerung wurden ſte mit Knitteln und Steinen von den Mauriſchen Weibern und Kindern getödtet und ihre Leichname verbrannt.
Dieſer Vorfälle wegen ſammelte ſich eine Schaar chriſtlicher Ritter in Andaluſten, an der Zahl achthun⸗ dert, und rächten, ohne die Befehle ihres Königs abzu⸗ warten, den Tod dieſer Märtyrer durch Plünderung und Verwüſtung der Mauriſchen Städte und Dörfer. Die Mauren flohen in die Gebirge und viele aus ihrem Volke, welche dieſe rauhen Gegenden bewohnten, nahmen ſich ihrer Sache an. Das Unwetter der Empörung begann ſich anzuhäufen, und ſeine Donner in den Alpurarra ver⸗ nehmen zu laſſen. Sie hallten wider in der Serrania von Ronda, welche immer zur Empörung reif war, aber den feſteſten Halt fanden die Aufrührer in der Sierra Vermeja oder der Kette von rother Gebirgen, welch. nahe an der See ſich hindehnen, und deren wilde Felles⸗ und Abhänge von Gibraltar aus ſichtbar ſind.
Als König Ferdinand von dieſen Unruhen hörte, er⸗ ließ er eine Proklamation, worin er allen Mauren ge⸗ bot, binnen zehen Tagen dieſe aufrühreriſchen Gegenden


