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Sorgfalt von dem Caſtiliſchen Könige ein Schiff zuge⸗ rüſtet worden, das ſie nach Afrika überſetzen ſollte.
Ein Haufen ſeiner früheren Unterthanen war Zeuge von ſeiner Einſchiffung. Als die Segel ſich entfalteten und im Winde anſchwollen, und das Schiff vom Lande abſtieß, da hätten gerne die Zuſchauer ihm einen freudi⸗ gen Abſchiedsruf mit auf den Weg gegeben, doch der ge⸗ demüthigte, niedre Zuſtand ihres einſt ſtolzen Herrſchers drang ſich ihren Gemüthern auf, und der verhängniß⸗ volle Beiname ſeiner Kindheit kam ihnen unwillkührlich auf die Zunge.
«Leb' wohl, Boabdil! Leb' wohl! Allah ſchütz' dich, El Zogoybi!“" ertönte wie von ſelbſt von ihren Lippen.
Die unſelige Zubenennung drang dem hausloſen Fürſten
ſehr zu Herzen, und Thränen glänzten in ſeinen Augen, als Granada's ſchneeige Berggipfel mehr und mehr er⸗ blichen, und ſeinen Blicken ſich entzogen.
Er ward mit Willkomm am Hofe ſeines Verwandten Muley Achmed, des Königs von Fez aufgenommen und wohnte viele Jahre in ſeinem Gebiet. Wie er ſein Leben hinbrachte, ob in Sehnen nach ſeiner vergangenen Größe oder in kühner Entſagung, das erwaͤhnt die Geſchichte nicht.
Das letzte, was wir von ihm erzählt finden, fällt in das Jahr 1536, vier und vierzig Jahre nach der Ueber⸗ gabe Granada's. Damals folgte er dem Könige von Fez in das Feld, um die Empörung von zwei Brüdern, die Perife hießen, zu dämpfen. Die Heere kamen ſich
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