Jahrgang 
3
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139 Boabdil's Unterthanen, und die Orte, welche ſich kürz⸗ lich den Chriſten unterworfen hatten. Sie trieben das Vieh weg, ſchleppten Gefangene mit ſich fort, und beun⸗ uhigten die ganze eben erſt gewonnene Grenze.

Auch die Mauren von Almeria und Tavernas und Purchena machten Einfälle nach Murcien, und trugen Feuer und Schwert auf ſeine fruchtbarſten Gefilde, wäh⸗ rend auf der entgegengeſetzten Seite in den wilden Thä⸗ lern und rauhen Bergſchluchten der Sierra Bermeja oder der rothen Gebirge viele von den Mauren, die ſich kürz⸗ lich unterworfen, wieder zu den Waffen eilten.

Der Marquis von Cadir unterdrückte durch ſeine Wachſamkeit zur rechten Zeit die Empörung der Berg⸗ ſtadt Gauſen, welche auf einer hohen Felſenſpitze faſt in den Wolken liegt; aber andre Mauren befeſtigten ſich in den felſengebauten Thürmen und Schlöſſern, die nur von Soldaten bewohnt waren, und führten von da aus einen beſtändigen Streif⸗ und Vernichtungskrieg; ſie ſtürzten plötzlich herab in die Thäler und führten Vieh⸗ und Schafheerden und alle Arten Beute in dieſe Adlerneſter, wohin es gefährlich oder fruchtlos war, ſie zu verfolgen.

Der würdige Bruder Antonio Agapida ſchließt ſeine Geſchichte dieſes wenig Ausbeute gewährenden Jahrs mit Sätzen, die ganz verſchieden von jenen triumphirenden Perioden ſind, womit er ſonſt wohl die ſiegreichen Feld⸗ züge der Könige aufzuſtutzen pflegt.

«Groß und mächtig, ſagt dieſer ehrwürdige Chroniſt, «waren die Fluthen und Stürme, welche ſich über das