noch die Wildheit ihrer Angriffe, obgleich der ſchreckliche
El Zagal ſie ſelbſt führte, konnte den Muth dieſes abge⸗
härteten, greiſen Kriegers erſchüttern.
Die Mauren untergruben die Auſſenwälle und einen der Thürme der Feſte, und drangen ſo in den äußern Hof vor. Da bemannte der Alcayde die Zinnen ſeiner Thürme, goß geſchmolzenes Pech herab, und überſchüt⸗ tete die Angreifenden mit Schauern von Wurſſpießen, Pfeilen, Steinen und allen Arten von Geſchoſſen. Die Mauren wurden aus dem Hof vertrieben, aber durch friſche Truppen verſtärkt, kehrten ſie wiederholt zum An⸗ griff zurück.
Fünf Tage hindurch wurde der Kampf unterhalten.
Die Chriſten waren beinahe erſchöpft, aber ſie wurden
aufgerichtet durch die ermuthigenden Worte ihres ſtand⸗
haften, alten Alcayden, auch erwarteten ſie von dem grau⸗
ſamen El Zagal bei einer Uebergabe nur unmittelbaren Tod.
Endlich befreite ſie die Ankunft einer mächtigen Trup⸗ penabtheilung unter Puerto Carrero aus dieſer furchtba⸗
ren Gefahr; El Zagal gab den Sturm auf, legte aber
in ſeiner Wuth über die getäuſchten Erwartungen Feuer an die Stadt, und zog ſich dann in ſeine Feſte Guadir zurück. 4
El Zagal's Beiſpiel trieb ſeine Anhänger zur Thätig⸗ keit an. Zwei kühne Mauriſche Alcayden, Ali Altar und Yza Altar, welche in den Feſten Alhenden und Salo⸗
brenna den Oberbefehl führten, verwüſteten das Land von


