Jahrgang 
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thigte, und brünſtig um Vernichtung ſeiner Feinde flehte, verfolgte jener ſtolze Heide El Zagal, allein ſeinen irdi⸗ ſchen Waffen, ſeinem fleiſchlichen Arm und ſtählernem Schwerte vertrauend, ſeine teufliſchen Pläne gegen die Chriſten.

Nicht ſobald war das Angriffsheer entlaſſen, als El Zagal ſchon aus ſeinem Bollwerk hervorbrach, und Feuer und Schwert in alle jene Ländertheile trug, die dem Spaniſchen Joche unterworfen worden. Das feſte Schloß Nirar, das ſorglos bewacht ward, wurde überfallen, ge⸗ nommen und ſeine Beſatzung durch's Schwert hingerich⸗ tet. Der alte Krieger wüthete mit blutigem Grimm an der ganzen Grenze hin, griff die Zufuhren an, erſchlug, verwundete, machte Gefangene und kam unverſehens über die Chriſten, wo immer ſie nicht auf ihrer Huth waren.

Der Alcayde der Feſte Callar, voll Vertrauen auf die Stärke ihrer Wälle und Thürme und auf ihre be⸗ ſchwerdenreiche Lage, da ſie auf dem Gipfel eines hohen Hügels erbaut war und von Abgründen umzingelt wurde, wagte ſich von ſeinem Poſten zu entfernen. Der wach⸗ ſame El Zagal ſtand plötzlich vor ihr mit mächtigen Streit⸗ kräften. Er ſtürmte die Stadt mit dem Schwert in der Hand, ſchlug die Chriſten von Straße zu Straße, und trieb ſie mit großem Verluſt in die Burg.

Hier übernahm ein greiſer Hauptmann, Namens Juan de Avalos, ein graugelockter Krieger, von vielen Schlach⸗ ten mit Narben bedeckt, den Oberbefehl, und leiſtete hartnäckigen Widerſtand. Weder die Menge der Feinde