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hatte bald ſehr ſtarken Verdacht, es möchten wiele von ihnen eine geheime Hinneigung zum Indenthum haben, ja man flüſterte ſich ſogar in's Ohr, einige von ihnen übten daheim jüdiſche Gebräuche.
„Der katholiſche Monarch,» fährt Agapida fort, ahatte einen heiligen Abſcheu vor jeder Art Ketzerei, und einen glühenden Eifer für den Glauben. Er verordnete daher eine ſtrenge Unterſuchung des Benehmens dieſer Pſeudochriſten. Inquiſitoren wurden zu dem Ende in dieſe Provinzen geſchickt, und ſie gingen mit dem gewohn⸗ ten Feuer an's Werk.⸗
« Die Folge davon war, daß viele Familien der Ab⸗ trünnigkeit vom chriſtlichen Glauben und der geheimen Uebung des Indenthums überwieſen wurden. Einige, die Geſchicklichkeit und Klugheit genug beſaßen, ſich bei Zei⸗ ten zu bekehren, wurden wieder in den chriſtlichen Schaß ſtall aufgenommen, nachdem ſie ſtreng beſtraft und zu har⸗ ten Geldbuſen verurtheilt worden; andre wurden bei Autodafe's zur Erbauung des Volks verbrannt, und ihr Eigenthum zog man zum Beſten des Staats ein.»
„Da dieſe Hebräer großen Reichthum beſaßen, und eine angeerbte Leidenſchaft für Juwelen hatten, fand man bei ihnen reiche Vorräthe von Gold und Silber, von Ringen und Halsketten, von Perlen⸗ und Korallenſchnü⸗ ren und von Edelſteinen; Schätze, leicht fortzuſchaffen, und wunderbar geeignet zu den Bedürfniſſen des Kriegs.⸗
«Auf dieſe Weiſe,» ſchließt der fromme Agapida, ewurden dieſe Rückfälligen durch die alles ſehende Ver⸗
Irving's Granada. 4— 6. 9


