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Auch ihre Einwohner waren kühn und kriegeriſch; und ein plötzliches Aufgebot des Mauren⸗ Königs konnte zu jeder Zeit fünfzigtauſend Streiter aus ihren Felſenfe⸗ ſten hervorrufen.
Dieß war der Zuſtand des fruchtbaren, aber felſigen Bruchſtücks vom Reich, das noch unter dem Scepter des alten Kriegerfürſten El Zagal blieb. Die Bergſchranken, die es verſchloſſen, hatten es vor den Verwüſtungen größ⸗ tentheils geſchützt, und El Zagal bereitete ſich, durch Ver⸗ ſtärkung jeder Feſte, kräftig für ſeine Erhaltung zu ſtreiten.
Die katholiſchen Könige ſahen, neue Anſtrengungen und Mühen erwarteten ſie. Der Krieg mußte in einen neuen Landſtrich geſpielt werden, und erforderte unge⸗ wöhnliche Aufopferungen und Ausgaben; man mußte neue Mittel und Wege entdecken, um die erſchöpften Schatz⸗ kammern zu füllen.
«Da dieß jedoch ein heiliger Krieg war,» ſagt Bru⸗ der Antonio Agapida,„der ganz beſonders zum Heil der Kirche beitrug, war die Geiſtlichkeit voll Eifer und ſchoß große Summen Geldes zu, und lieferte ſtarke Streitkräfte. Ein heiliger Fonds ſammelte ſich auch aus dem Erſtlings⸗ ertrag des glorreichen Inſtituts der Inquiſition.“
«Es traf ſich, daß gerade damals viele Familien von Reichthum und Anſehen ſich in den Königreichen Arrago⸗ nien und Valencia und in dem Fürſtenthum Catalonien
befanden, deren Vorfahren Juden geweſen waren, die ſich
aber ſelbſt zum Chriſtenthum bekehrt hatten. Trotz der äußern Frömmigkeit dieſer Familien, nahm man an und
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