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mittelbar unter ſeinem Scepter ſtand, hatte eine geringe Erholung von den Leiden des Kriegs. Die Landleute bebauten in Sicherheit ihre üppigen Felder und Grana⸗ da's Vega blühte nochmals gleich der Roſe. Die Kauf⸗ leute trieben wieder einen gewinnvollen Handel, und die Thore der Stadt ſtopften ſich von Laſtthieren, welche die reichen Produkte jeden Clima's herbeibrachten. 4
Doch verachtete das Volk von Granada, während es ſich ſeiner herrlichen Fluren und vollen Märkte erfreute, heimlich die Politik, die ihm dieſe Vortheile verſchafft, und hielt Boabdil'n für wenig beſſer als einen Abtrünni⸗ gen und Ungläubigen.
Muley Abdallah El Zagal war jetzt die Hoffnung des noch uneroberten Theils des Reichs, und jeder Maure, deſſen Geiſt nicht ganz von ſeinen Vermögensverhältniſ⸗ ſen beherrſcht wurde, prieß die Kraft des alten Fürſten und ſeine Anhänglichkeit an den Glauben und wünſchte ſeiner Fahne Glück.
Obgleich El Zagal ferner nicht im Alhambra auf dem Thron ſaß, ſo herrſchte er doch über beträchtlichere Land⸗ ſtrecken als ſein Neffe. Sein Gebiet dehnte ſich von der Gränze Jaen's aus, längſt der Provinz Murcia bis an's Mittländiſche Meer und reichte bis in den Mittelpunkt des Reichs.
Im Nordoſten hatte er die Städte Baza und Gua⸗ dir, die in der Mitte fruchtbarer Gefilde lagen. Er hatte den wichtigen Seehafen Almeria, der einſt an Reich⸗ thum und Bevölkerung ſelbſt mit Granada wetteiferte.


