Jahrgang 
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ſtattliche Klöſter und Stifte, jene Feſten des Glaubens, bemannt mit ihren geiſtlichen Heerſchaaren von heiligen Mönchen und Brüdern. Die geweihte Melodie der chriſt⸗ lichen Glocken ward wieder auf den Gebirgen gehört, wie ſie zu frühen Metten riefen, oder das Angelus anſchlugen in der feierlichen Stunde des Abends.»

Während auf die Weiſe dieſer Theil des Reichs durch das chriſtliche Schwert unterworfen ward, beherrſchte den Mittelpunkt, Granada und ſeine Umgebung, das Herz des Maurengebiets, Boabdil, El Chico zubenannt, als Lehnsträger des Caſtiliſchen Königs.

Der unglückliche Fürſt verlor keine Gelegenheit, durch huldigende Akte, durch Verſicherungen, die ihm nicht von Herzen kommen konnten, die Eroberer ſeines Landes zu ſänftigen und ſich geneigt zu machen. Kaum hatte er von Malaga's Wegnahme gehört, als er ſchon ſeine Glück⸗ wünſche den katholiſchen Königen abſtatten ließ und ſeine Geſandten mit Geſchenken an reich aufgezäumten Pfer⸗ den für den König verſah, der Königin aber koſtbare Zeuge von Gold und morgenländiſches Rauchwerk über⸗ ſchickte.

Seine Glückwünſche und Geſchenke wurden mit großer, huldvoller Gnade aufgenommen, und der kurzſichtige Fürſt, eingelullt durch die vorübergehende, ſtaatskluge Mäßi⸗ gung Ferdinands, ſchmeichelte ſich, er erwerbe die danernde Freundſchaft jenes Fürſten.

Boabdil's Politik hatte ihre unſichern, oberflächlichen Vortheile. Der Theil des Mauriſchen Gebiets, der un⸗