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einer Hürde, bis man ſie zu See und Land nach Sevilla bringen konnte. Dort wurden ſie alsdann in Stadt und Land vertheilt, jede chriſtliche Familie erhielt einen oder mehrere in Dienſt, um ſie zu unterhalten und zu näh⸗ ren, bis die Zeit der Bezahlung des noch rückſtändigen Löſegelds vorübergegangen.
Die Gefangenen hatten Erlaubniß erhalten, mehrere aus ihrer Mitte in die Mauriſchen Städte des König⸗ reichs Granada herumzuſchicken, um Beiträge zu ſam⸗ meln, und ihnen den Erkauf ihrer Freiheit zu erleichtern; aber dieſe Städte waren durch den Krieg zu ſehr ver⸗ armt, und durch ihre eigne Noth gebeugt, um ihnen ge⸗ neigtes Gehör zu vergönnen. So ging die Zeit vorüber, ohne daß das rückſtändige Löſegeld bezahlt worden, und alle Gefangene aus Malaga, nach einigen eilf, nach an⸗ dern fünfzehn tauſend, wurden Sklaven!
«Nie,„ ruft der würdige Bruder Antonio Agapida in einem ſeiner gewöhnlichen Ausbrüche von Eifer und Treue gegen die Könige aus, anie hat man von einer geſchickteren und klügeren Handlungsweiſe gehört, als die war, welche der katholiſche Fürſt befolgte, durch die er nicht nur alles Eigenthum und die Hälfte der Löſungs⸗ ſumme dieſer Ungläubigen an ſich zog, ſondern zuletzt auch noch ſie ſelbſt in den Handel mit darein bekam. Dieß kann man in Wahrheit als einen der größeſten Triumphe des frommen und ſtaatsklugen Ferdinand betrachten, als eine Handlung, die ihn weit über die gewöhnliche Klaſſe der Eroberer erhebt, welche nur die Tapferkeit haben,


