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geliebt, wenn ſie genöthigt ſind zu harter, zu fröhnender Kuechtſchaft? Sieh, deine einſt glücklichen Familien ſind zerſtreut, nie ſich mehr zu vereinigen! Söhne von ihren Vätern getrennt, der Mann vom Weibe und zarte Kin⸗ der von ihren Müttern! Sie werden einander beklagen in fremdem Lande, aber ihre Wehklage wird der Spott ſein der Fremden!»
0 Malaga, Stadt unſrer Geburt! Wer kann deine Verlaſſenheit ſchauen, und nicht Thränen vergießen des bitterſten Schmerzes 25
Nachdem man ſich Malaga's vollkommen verſichert hatte, ward eine Truppenabtheilung gegen zwei Feſten an der See, Mexas und Oſuna, abgeſandt, die das chriſtliche Lager häufig beunruhigt hatten. Man drohte den Einwohnern mit dem Schwert, wenn ſie ſich nicht alsbald ergäben. Sie forderten dieſelben Bedingungen, die man Granada zugeſtanden, in der Meinung, es ſey dieſen Freiheit der Perſon und Sicherheit des Eigenthums verheißen worden. Man gewährte ihnen ihr Geſuch.
Sie wurden mit all ihren Reichthümern nach Ma⸗ laga gebracht; und waren bei ihrer Ankunft daſelbſt vor Erſtaunen wie vernichtet, als ſie ſich gefangen ſahen.
«Ferdinand,» bemerkt Bruder Antonio Agapida,«war ein Mann von Wort; ſie wurden mit dem Volk von Malaga in die Alcazaba eingeſchloſſen, und theilten ihr Loos.»
So blieben die unglücklichen Gefangenen in den Vor⸗ höfen der Alcazaba auf einander gehäuft, wie Schafe in


