Jahrgang 
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Könige einen blutigen Sieg gewinnen, und Malaga's Fall berühmt ſeyn, ſo lange die Welt ſteht!

Nun traten im chriſtlichen Lager mancherlei Bera⸗

thungen ein. Viele Ritter waren gegen Malaga, ſeines langen Widerſtandes wegen, aufgebracht, da dieſer viele ihrer Freunde und Verwandten hingerafft. Es war lange ein Schlupfwinkel für Mauriſche Räuber und der Markt geweſen, wo die meiſten der in der Ararquia gefangnen Krieger im Triumph aufgeſtellt und als Sklaven ver⸗ kauft worden.

Sie ſtellten auſſerdem vor, es ſeyen noch viele Mau⸗ riſche Städte zu belagern, und man müſſe an Malaga ein Beiſpiel geben, um in's Künftige allem hartnäckigen Widerſtand zuvorzukommen. Sie riethen daher, man ſolle alle Einwohner durch's Schwert hinwürgen.

Iſabellen's menſchliches Herz empörte ſich über ſo blut⸗ gierige Rathſchläge. Sie beſtand darauf, ihre Triumphe ſollten nicht durch Grauſamkeiten geſchändet werden. Fer⸗ dinand aber war unbeugſam in ſeinem Verweigern aller vorgängigen Bedingungen, und beſtand auf unmittelbarer Uebergabe.

Das Volk von Malaga überließ ſich jetzt der äuſſer⸗ ſten Verzweiflung. Auf der einen Seite ſahen ſie Hun⸗ gersnoth und Tod, auf der andern Sklaverei und Ketten. Die Krieger, die nur ihr Schwert hatten, und keine Fa⸗ milien zu vertheidigen brauchten, ſprachen laut davon, wie ſie ihren Fall durch eine große That bezeichnen wollten. «Laßt uns unſre Chriſtenſklaven opfern und dann uns