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ſelbſt vernichten!» riefen die einen. Laßt uns alle Wei⸗ ber und Kinder töden, die Stadt in Flammen ſetzen, über das chriſtliche Lager herfallen und mit dem Schwert in der Hand ſterben!“» ſchrie'n die andern.
Ali Dordur brachte es allmählig dahin, ſich bei dem allgemeinen GeſchreiGehör zu verſchaffen. Er wandte ſich an die vornehmſten Einwohner und an die, welche Kinder hatten.
„Mögen die, welche durch's Schwert leben,» rief er, «durch's Schwert umkommen; aber laßt uns nicht ihren verzweifelten Rathſchlägen folgen. Wer weiß, ob nicht ein Funken des Mitleids in der Bruſt der chriſtlichen Kö⸗ nige erglühen wird, wenn ſie unſre unſchuldigen Weiber und Töchter und unſre hülfloſen Kleinen gewahren. Die chriſtliche Königin, ſagt man, iſt voll Mild' und Güte.⸗
Bei dieſen Worten zerſchmolzen die Herzen des un⸗ glücklichen Volks von Malaga vor Trauer über ihre Fa⸗ milien, und ſie bevollmächtigten Ali Dordux, die Stadt der Gnade der chriſtlichen Könige zu überliefern.
Der Kaufmann ging nun hin und her, und hatte meh⸗
rere Unterredungen mit Ferdinand und Jſabellen; auch 7
gewann er viele der vornehmſten Ritter für ſeine Sache.
Er ſandte dem König und der Königin reiche Geſchenke an Morgenländiſchen Waaren, Seiden und Goldſtoffe, Juwelen, Edelſteine, Specereien und Rauchwerk, und viele andre ſeltne, koſtbare Dinge, die er in ſeinem Han⸗ del mit dem Oſten aufgeſpeichert hatte; und er fand all⸗ mählig Gnade in den Augen der Könige.


