Jahrgang 
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gen, aber als er ſie zurückkehren ſah, geſchlagen und zer⸗ ſtreut von ihren eignen Landsleuten, zog er ſich in ſeine Zelle, ſchloß ſich ab von der Welt, und war einige Zeit lang in das ſchwärzeſte Hinbrüten verſenkt.

Plötzlich erſchien er wieder in den Straßen von Gua⸗ dir; ſein Antlitz abgezehrt, ſeine Geſtalt verfallen, aber ſein Auge ſprühend von Feuer. Er ſagte, Allah habe ihm in die Einſamkeit ſeiner Zelle einen Engel geſandt, und ihm einen Weg geoffenbart, Malaga aus ſeinen Gefah⸗ ren zu befreien und mit Verwirrung und Entſetzen das Lager der Ungläubigen zu ſchlagen.

Die Mauren hörten mit eifriger Leichtgläubigkeit auf ſeine Worte, vierhundert von ihnen erboten ſich, ihm ſelbſt bis in den Tod zu folgen, und ohne Widerrede ſei⸗ nen Befehlen zu gehorchen. Zu dieſen gehörten viele Go⸗ meren, welche begierig waren, ihre Landsleute zu befreien, die einen Theil der Beſatzung von Malaga bildeten.

Sie durchzogen das Königreich auf wilden, einſamen Bergpfaden, verbargen ſich bei Tage und gingen nur wäh⸗ rend der Nacht, die chriſtlichen Kundſchafter zu vermei⸗ den. Endlich langten ſie auf den Bergen an, welche über Malaga hereinhängen, und gewahrten, als ſie hin⸗ abblickten, die Stadt vollkommen berennt, eine Kette von Zelten ſich ringsherum ausdehnen von Küſte zu Küſte und eine Reihe von Schiffen ſie einſchließen zur See, n a rend der immerwährende Donner der Geſchütze und der auf verſchiednen Seiten aufſteigende Rauch bewieß, daß die Belagerung mit großer Thätigkeit betrieben würde.