Jahrgang 
2
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Dreizehntes Kapitel.

Wie ein Mauriſcher Santon die Stadt Malaga aus der Ge⸗ walt ihrer Feinde zu befreien unternahm.

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Es lebte um dieſe Zeit in einem Weiler in der Nähe von Guadir ein alter Maure, Namens Abraham Algerbi. Er war zu Guerba im Königreich Tunis geboren, und hatte mehrere Jahre das Leben eines Santon oder Ein⸗ ſiedlers geführt. Die heiße Sonne Afrika's hatte ſein Blut ausgetrocknet, und ſein Gemüth reizbar, doch trau⸗ rig gemacht. Er brachte die meiſte Zeit in Betrachtun⸗ gen, Gebeten und ſtrenger Enthaltſamkeit zu, bis ſein Leib zerrüttet, ſeine Seele umwölkt war, und er ſich göttlicher Offenbarungen gewürdigt glaubte.

Die Mauren, welche für alle Schwärmer der Art große Ehrerbietung haben, betrachteten ihn als begeiſtert, börten auf alle feine wirre Reden als auf wahre Weiſſa⸗ gungen und nannten ihn Er Santo oder den Heiligen.

Die Leiden des Königreichs Granada hatten lange den finſtern Geiſt dieſes Mannes aufgereizt; er hatte mit Unwillen dieſes ſchöne Land der Herrſchaft der Gläubigen entreißen und ein Raub der Feinde werden ſehen. Er hatte den Segen Allahs auf die Truppen herabgefleht, welche aus Guadix zur Unterſtützung Malaga's auszo⸗