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Zeit flehte er ihre Gnade für das unglückliche Malaga an, und bat, ſeinen Einwohnern möchte dieſelbe Begün⸗ ſtigung wiederfahren, die man den Mauren andrer erober⸗ ten Städte zugeſtanden.
Dieſe Geſandtſchaft wurde von den Caſtiliſchen Für⸗ ſten gnädig empfangen. Sie gewährten den erbetenen Schutz, und befahlen ihren Befehlshabern, die Flagge von Tremezan zu achten, ſo lange ſie nicht erführen, daß ſie dem Feinde Beiſtand leiſte. Sie ſchickten auch dem Barbarenfürſten ihr königliches Wappen, abgedrückt in goldne, eine Hand breite Schilder.
Während ſo die Ausſichten auf Beiſtand von Auſſen ſich täglich minderten, wüthete Hungersnoth in der Stadt. Die Einwohner ſahen ſich genöthigt, Pferdefleiſch zu eſſen, und viele ſtarben Hungers.
Was die Leiden der Bürger noch unerträglicher machte, war, daß ſie ſehen mußten, wie die See mit Schiffen bedeckt war, welche täglich mit Vorräthen für die Bela⸗ gerer ankamen. Auch gewahrten ſie Tag für Tag Heer⸗ den fetten Viehs und Schaafe in das Lager einziehn; Weizen und Korn war in großen Haufen in der Mitte der Zelte aufgeſpeichert, und erglänzte im Sonnenſchein und plagte mit Tantalus Qual die armen Bürger, welche, während ſie und ihre Kinder vor Hunger umkamen, den reichen Ueberfluß erſchauten, der, einen Bogenſchuß von ihren Wällen entfernt, im Lande herrſchte.


