Jahrgang 
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ob es edel gehandelt an ſeinem greiſen, kämpfenden Für⸗ ſten.«El Zagal,“ ſagten ſie,«war wild und blutgierig, aber treu ſeinem Lande, er war ein Thronräuber, aber er wahrte die Würde der Krone, die er ſich widerrecht⸗ 1 lich angemaßt. Wenn ſein Scepter als eiſerne Ruthe auf ſeinen Unterthanen laſtete, ſo war es doch auch ein ſtählern Schwert gegen ihre Feinde. Dieſer Boabdil opfert Religion, Freunde, Vaterland, alles einem bloßen Schatten von Herrſchaft auf, und begnügt ſich, ein Rohr ſtatt eines Scepters zu halten.

Dieſes empöreriſche Murren kam bald zu Boabdil's Ohren, ſo daß er eine ſeiner gewöhnlichen Glückswand⸗ lungen fürchtete. Er ſchickte in aller Eile zu den Caſtili⸗ ſchen Königen und bat um Truppenſendung, ihn auf dem Thron zu erhalten..

Ferdinand willfahrte gnädigſt einem Geſuch, das mit ſeiner Politik ſo ſehr im Einklang ſtand. Eine Abthei⸗ lung von tauſend Reitern und zweitauſend Fußgängern ward unter dem Oberbeſehl des, ſpäterhin als der große Feldherr berühmten, Don Fernandez Gonſalez de Cordova abgeſchickt.

Mit dieſem Truppenbeiſtand vertrieb Boabdil alle die aus der Stadt, welche gegen ihn feindlich geſinnt waren und ſeinen Oheim begünſtigten. Er glaubte dieſer Streit⸗

macht ſicher zu ſeyn, da ſie in Sitte, Sprache und Re⸗ ligion von ſeinen Unterthanen abgeſondert war; und mit ſeinem Stolz verglich er ſich leicht, daß er ſo das unna⸗ türliche und erniedrigende Schauſpiel eines Königs gab⸗