Jahrgang 
2
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Streitmacht von Roß und Mann aus, dieſe Heeresab⸗ theilung aufzufangen.

Ein hitziges Gefecht erfolgte; El Zagal's Truppen wurden mit großem Verluſt geſchlagen, und flohen in Verwirrung nach Guadirx zurück.

Boabdil, an Siege nicht gewöhnt, erhob ſich dieſes traurigen Triumphs. Er ſandte die Kunde davon den katholiſchen Königen, und fügte reiche Seidenzeuge, Kiſten voll Arabiſchen Rauchwerks, einen reich gearbeiteten gold⸗ nen Becher und eine Gefangne aus Rebeda als Geſchenke für die Königin hinzu; für den König aber ſchickte er vier Arabiſche herrlich aufgezäumte Roſſe, einen reichbe⸗ ſetzten Degen und Dolch, und verſchiedne Albornozes und andre prächtig verbrämte Gewänder. Er bat ſie zugleich, immer gnädig auf ihn, ihren unterworfenen Lehnsträger herabzuſehn.

Boabdil war vom Schickſal beſtimmt, unglücklich zu ſeyn ſelbſt in ſeinen Siegen. Die Niederlage, welche er den zur Unterſtützung des bedrängten Malaga beſtimmten Streitkräften ſeines Oheims beigebracht, empörte das Gefühl vieler ſeiner eifrigſten Anhänger und ſchwächte ihre Liebe zu ihm. Die bloßen Handelsleute mochten ſich dieſer goldnen Zwiſchenzeit des Friedens freuen, aber die ritterlichen Gemüther Granada's verachteten eine Sicher⸗ heit, die ihr Stolz und ihre Zuneigungen mit ſo großen Opfern erkaufen mußten.

Das Volk im Allgemeinen ſelbſt, welches ſeine Luſt zur Veränderung befriedigt hatte, begann ſich zu fragen,