Jahrgang 
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im Schlaf begriffen waren und trieben die übrigen in wirre Flucht.

Der Marquis war in ſeinem Zelt, etwa einen Bogen⸗ ſchuß entfernt, als er den Lärm des Angriffs vernahm und ſeine Leute in wilder Flucht gewahrte. Er ſtürzte herbei, von ſeinen Fahnenträgern begleitet;«wendet um, Ritter!» rief er,«wendet um! ich bin hier, ich, Ponce de Leon! In den Feind! In den Feind!“ Die fliehen⸗ den Truppen ſtanden, als ſie ſeine wohlbekannte Stimme vernahmen, ſammelten ſich unter ſein Banner, und wand⸗ ten um gegen den Feind.

Das Lager wurde indeß aufgeregt; einige Ritter aus den benachbarten Stellungen eilten auf den Kampfplatz, auſſerdem eine Anzahl Gallizier, und Soldaten von der heiligen Brüderſchaft. Ein hartnäckiges, blutiges Gefecht entſpann ſich. Die Unebenheit des Bodens, die Felſen, Klüfte, und Abhänge trennten es in zahlloſe Kämpfe. Chriſten und Mauren fochten Mann gegen Mann mit Schwertern und Dolchen, und rollten oft zuſammen rin⸗ gend und ſtrauchlend, den Abhängen hinab.

Das Banner des Marquis war in Gefahr erobert zu werden. Er eilte zu ſeiner Rettung, in Begleitung meh⸗ rerer ſeiner tapferſten Ritter. Sie wurden von den Fein⸗ den umringt und mehrere von ihnen niedergehauen. Don Diego Ponce de Leon, der Bruder des Marquis, ward durch einen Pfeil verwundet, ſowie auch ſein Schwieger⸗ ſohn Luis Ponce, doch gelang es ihnen das Banner zu befreien und es in Sicherheit zu bringen.

Irving's Granada, 4— 6. 5