Jahrgang 
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aufgetragen, und die Hoffeſtlichkeit in dieſer Ritterlage⸗ rung, der Glanz des Gepränges und die Töne der Feſt⸗ muſik machten das düſtre Schweigen, das über dem dunk⸗ len Maurenſchloß hing, noch auffallender.

Der Marquis von Cadir führte ſeine königlichen Gäſte, ſo lang es noch Tag wor, an alle Punkte, wo man eine Ausſicht auf den kriegeriſchen Schauplatz unten hatte. Er ließ auch die ſchweren Donnerbüchſen losbrennen, damit die Königin und die Damen vom Hof Zeugen von den Wirkungen dieſer furchtbaren Werkzeuge ſeyn möchten.

Die ſchönen Frauen wurden von Entſetzen und Be⸗ wundrung erfüllt, als der Berg unter ihren Füßen er⸗ bebte, und ſie große Stücke von den Mauriſchen Wällen den Felſen und Abhängen hinunterſtürzen ſahen.

Während der gute Marquis dieſe Dinge ſeinen könig⸗ lichen Gäſten darlegte, richtete er die Augen auf und ge⸗ wahrte zu ſeinem größten Erſtaunen, wie ſein eigenes Banner auf dem nächſten Thurm von Gibralfaro aufge⸗ ſteckt war. Das Blut ſtieg in ſeine Wangen, denn es war ein Banner, welches er bei der merkwürdigen Nie⸗ derlage auf den Höhen von Malaga verloren hatte. Dieſe Vexhöhnung noch deutlicher zu machen, zeigten ſich meh⸗ rers der Gomeren auf den Zinnen, geſchmückt mit den Helmen und Harniſchen einiger der Ritter, die bei dieſech Gelegenheit erſchlagen oder gefangen genommen worden.

Der Marquis von Cadir beherrſchte ſeinen Unwillen und blieb ruhig; aber mehrere ſeiner Ritter gelobten laut,