Jahrgang 
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hen geſtellt wurden, und von deren Zelten die Abhänge der nahen Berge erglänzten.

Als das Lager gebildet war, ſtaunte das Heer unthä⸗ tig auf die Schlöſſer hin, das Geſchütz war noch mehr als vier Meilen zurück, und ohne dieſes zeigte ſich jeder Angriff als vergeblich.

Der Alcayde Muhamed Lentin kannte die Beſchaffen⸗ heit der Straße, auf der das Geſchütz herbeigeführt wer⸗ den mußte. Es war ein bloßer Felſenpfad, der manch⸗ mal faſt ſenkrechten Klippen und Abhängen hinaufging, und für Fuhrwerke ganz und gar unzugänglich war; auch überſtieg es die Kräfte von Menſchen und Vieh, die Donnerbüchſen und andres gewichtige Geſchütz hinaufzu⸗ ziehn. Er war daher ſicher, ſie würden nie in das La⸗ ger gebracht werden können, und was konnten ohne ihre Mitwirkung die Chriſten gegen ſeine Felſenwälle aus⸗ richten? 3

Er ſpottete uber ſie, als er am Tage ihre Zelte, bei Nacht ihre Feuer die umliegenden Höhen bedecken ſah. «Laßt ſie hier noch ein wenig länger zögern,» ſagte er, «und die Herbſtſtröme werden ſie von den Bergen weg⸗ ſpülen.»

Waͤhrend der Alcayde ſo eng in ſeine Waͤlle einge⸗ ſperrt war, und die Chriſten unthaͤtig in ihrem Lager ſtanden, hörte er an einem ruhigen Herbſttag das Getös der Arbeitsleute in den Bergen widerhallen, manchmal den Sturz eines fallenden Baumes und dann wieder ei⸗

Irving's Granada. 1 3. 17