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Die Königin, um im Fall der Noth in der Nähe zu ſeyn, verlegte ihre Reſidenz nach Jaen, wo ſie von dei kriegeriſchen Biſchof, der ſeinen Panzer umgeſchnallt und das Schwert um die Lenden gegürtet hatte, mit kriege⸗ riſchen Ehren empfangen ward.
Indeß kam der Marquis von Cadix in dem Thal an, und ſchloß die Mauren vollſtändig in ihre Wälle ein. Die Schlöſſer ſtanden unter dem Befehl Muhamed's Len⸗ tin Ben Uſef, eines Abencerragen und eines der tapfer⸗ ſten Ritter von Granada. Unter ſeiner Beſatzung befan⸗ den ſich viele Truppen von dem ſtolzen Afrikaniſchen Stamme der Gomeren.
Muhamed Lentin, voll Vertrauen auf die Feſtigkeit ſeiner Schlöſſer, lächelte, als er von ſeinen Schanzen auf die chriſtliche Reiterei herabſah, welche ſich in dem rau⸗ hen, engen Thale verwickelte. Er ſandte Streifhaufen aus, ſie zu beunruhigen, und heiße Kämpfe entſpannen ſich zwiſchen kleinen Abtheilungen und einzelnen Rittern; aber die Mauren wurden in ihre Feſten zurückgetrieben, und alle Verſuche, Nachricht von ihrer Lage nach Gra⸗ nada zu ſenden, waren, weil des Marquis von Cadix Wachſamkeit die Boten auffing, von keinem Erfolg.
Endlich ergoſſen ſich die Reihen des königlichen Heers mit flatternden Fahnen und Trompetenſchall längs der Bergengen hin. Sie hielten vor den Feſten, aber der König konnte in dem engen, klippenvollen Thal nicht Raum zu einem Lager finden; er mußte ſeine Streit⸗ macht in drei Haufen theilen, die auf verſchiedene Anhö⸗


