Jahrgang 
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nicht aus ihren Mauern hervorwagen konnten, ohne ſich der Gefahr auszuſetzen, gefangen in die Kerker dieſer Feſten abgeführt zu werden.

Der würdige Biſchof ſah als ein guter Hirte mit gro⸗ ßem Herzenskummer ſeinen fetten Biſchofſitz täglich ſchma⸗ ler und ſchmaler, ärmer und ärmer werden, ſein heiliger Eifer entflammte ſich bei dem Gedanken, daß die Be⸗ ſitzungen der Kirche ſo der Gnade eines Haufen von Un⸗ gläubigen anheim geſtellt ſeyn ſollten.

Daher war es des Biſchofs drängender Rath, man ſolle die wie von der Vorſehung in der Nachbarſchaft ver⸗ ſammelten Streitkräfte, da ſie offenbar in ihrem Verſuch auf Moeclin nicht glücklich geweſen, jetzt gegen dieſe un⸗ verſchämten Burgen wenden, und das Land von ihrem Drucke befreien.

Der Großceardinal unterſtützte den Antrag des Bi⸗ ſchofs, und verſicherte, er habe lange über die Räthlich⸗ keit einer ſolchen Maßregel nachgedacht. Ihre vereinten Anſichten fanden Gunſt bei der Königin, ſie ſchickte deß⸗ wegen ein Schreiben an den König ab. Dieß kam ge⸗ rade zu rechter Zeit, um ihn der Rathloſigkeit zu entrei⸗ ßen, worin ihn die Menge der Rathgeber verſetzt hatte. Er unternahm alsbald die Bezwingung der Feſten.

Der Marquis von Cadix wurde demgemäß mit zwei⸗ kauſend Pferden vorausgeſchickt, um auf die Beſatzungen Wache zu halten, und jeden Zuzug oder Ausfall zu ver⸗ hindern, bis der König mit der Hauptmacht und dem ſchweren Geſchütze ankäme,