Jahrgang 
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Steinwurf von einander ſtehen. Dadurch verrammen ſie gleichſam den engen Thalſchlund.

Auf der Spitze dieſer Felſen ſtanden die zwei furcht⸗ baren Feſten Cambil und Albahar, die noch durch Schan⸗ zen und Thürme von großer Höhe und Dicke befeſtigt waren. Eine Brücke verband ſie mit einander, welche von einem Felſen zum andern über den Fluß ging. Die Straße durch das Thal lief über dieſe Brücke, und wurde vollkommen von den Feſten beherrſcht. Sie ſtanden wie zwei Rieſen aus der Fabelwelt, bewachten den Bergpaß und beherrſchten das Thal.

Die Könige von Granada, welche die Wichtigkeit die⸗ ſer Feſten erkannten, hielten ſie immer wohl bemannt und gehörig mit Mundvorrath verſehen, ſo daß ſie eine Be⸗ lagerung aushalten konnten; auch fehlte es ihnen nicht an flüchtigen Roſſen und kühnen Reitern, um das Land der Chriſten zu durchſchweifen.

Das kriegeriſche Geſchlecht der Abencerragen, die Truppen des königlichen Haushalts und andere der aus⸗ erleſenſten Ritter von Granada hatten ſie ſich zu ihren Bollwerken auserſehen, von wo ſie auf jene Raub⸗ und Streifzüge hervorbrachen, welche die Luſt der Mauriſchen Ritter waren. Da der reiche Biſchofſitz von Jaen un⸗ mittelbar an ihnen lag, ſo litt er vorzüglich von dieſen Herumzüglern. Sie trieben die fetten Ochſen weg, ent⸗ führten die Schafheerden von den Weiden und beraubten das Feld ſeiner Anbauer. Sie durchſtrichen das Land bis vor die Thore von Jaen, ſo daß ſich die Bürger