Jahrgang 
2
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Mendoza, Großcardinal von Spanien, und Don Garcia Oſorio, dem kriegeriſchen Biſchoff von Jaen, gehalten.

Dieſer letztre würdige Prälat, der ſeine Mitra mit dem Helm vertauſcht hatte, gewahrte nicht ſobald das Mißlingen der Unternehmung gegen Moclin, als er ſein ſchlankes, ſtallgezogenes Roß umwandte, und voll von einem Plane, der das Heer beſchäftigen, den Glauben verbreiten und dem Vortheile ſeines eignen Sprengels ſehr dienlich ſeyn ſollte, nach Vaena zurückeilte. Er wußte, daß die Königin einigen Einfluß auf die Anſich⸗ ten des Gemahls ausübte, und daß ſie immer dem Rath heiliger Männer ein günſtiges Ohr leihe.

Er legte alſo ſeinen Plan mit der gewohnten Wels⸗ heit, die an den Prieſterrock gebunden zu ſeyn ſcheint, an, um die Ideen der Königin auf den geeigneten Weg zu bringen; und der Inhalt von des würdigen Biſchofs Eingebungen lautete nun folgendermaßen.

Das Biſchofthum Jaen war lange Zeit von zwei Man⸗ riſchen Feſten, die der Schrecken und die Geißel des gan⸗ zen Landes waren, bennruhigt worden. Sie lagen auf der Grenze des Königreichs Granada, etwa vier Meilen von Jaen, in einem tiefen, engen, rauhen Thale, umge⸗ ben von hohen Bergen. Durch dieß Thal fließt der Rio Frio, oder kalte Fluß, in einem tiefen Bette zwiſchen hohen, abſchüſſigen Felſen hin.

An jeder Seite des Stroms erheben ſich zwei unge⸗ heure Felſen, die faſt ſenkrecht ſind, und nur etwa einen