Jahrgang 
2
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hama beſorgk, deren Beſatzung, ſeit ihr Streifzug von eben dieſem El Zagal abgeſchnitten worden, man nicht verſtärkt hatte. Ueberall ſah die Königin Gefahr und Unheil, und fürchtete, eine allgemeine Niederlage möchte die Caſtiliſchen Waffen treffen.

Der Großcardinal tröſtete ſie mit geiſtlichem und welt⸗ lichem Rath. Er ſtellte ihr vor, ſich zu erinnern, daß kein Land je erobert worden, ohne daß gelegentliche Un⸗ fälle die Eroberer betroffen; daß die Mauren ein kriege⸗ riſches Volk ſeyen, welches ſich in einem rauhen Berg⸗ land feſtgeſetzt, wo von ihren Vorfahren ſie nie hätten beſiegt werden können, und daß ja in der That binnen drei Jahren ihre Heere ſchon mehr Städte weggenommen, als die Streitmacht irgend eines ihrer Ahnen in zwölf zu erobern vermocht hätte.

Er ſchloß mit dem Anerbieten, ſelbſt mit dreitauſend Reitern aus ſeinem eignen Gefolge, die von ihm bezahlt und erhalten würden, in's Feld zu rücken, und entweder zum Schutz Alhama's zu eilen, oder jeder andern Um

ternehmung ſich zu unterziehn, die Ihre Majeſtät ihm

befehlen würde.

Dieſe verſtändigen Worte des Cardinals beſänftigten das Gemüth der Königin, die ſich immer an ihn um Troſt wandte, und bald erlangte ſie ihren gewöhnlichen Gleichmuth wieder.

Einige von Iſabellens Räthen, Leute von jener poli⸗ tiſchen Claſſe, die ſich immer durch die Fehler andrer em⸗ porſchwingen will, waren ſehr laut in ihrem Tadel, womit