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nach der Straße zuging, die ſich durch die Gebirge von Moclin her durchwindet. Iſabella ſah nach den Wacht⸗ thürmen, welche die nahen Anhöhen krönten, und hoffte auf günſtige Zeichen. Der Prinz und die Prinzeſſin, ihre Kinder, waren bei ihr, ſowie auch ihr ehrwürdiger Rath, der Großcardinal. Alle theilten die Erwartung des Augenblicks.
Endlich ſah man Eilboten auf die Stadt zu ſprengen. Sie ſtürzten in die Thore, aber ehe ſie die Feſte erreich⸗ ten, ward der Gehalt ihrer Botſchaft der Königin ſchon durch das Geſchrei und Wehklagen kund, das ſich von unten her aus den Straßen erhob. Den Boten folgten bald verwundete Flüchtlinge, welche zur Heimath eilten, um ſich zu erholen, oder unter ihren Freunden, in ihren Familien zu ſterben.
Die ganze Stadt ertönte von Klagen, denn ſie hatte die Blüthe ihrer Jünglinge, ihre tapferſten Krieger ver⸗ loren. Iſabella war ein Weib von hohem Muth, aber ihr Gefühl wurde von dem Anblick des Weh's überwäl⸗ tigt, das ſich ihr überall darſtellte. Ihr Mutterherz trauerte über den Tod ſo vieler getreuen Unterthanen, welche noch eben ſich mit hingebender Liebe um ſie geſam⸗ melt hatten; ſie verlor ihre gewohnte Selbſtbeherrſchung, und verſank in tiefes, verzweiflendes Hinbrüten.
In dieſem düſteren Gemüthszuſtande drängten ſich tauſend Beſorgniſſe ihr auf. Sie fürchtete das Ver⸗ trauen, welches dieſer Erfolg den Mauren von neuem einflößen würde; ſie war auch für die wichtige Feſte Al⸗


