Jahrgang 
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hell und wolkenlos. Der Graf zog durch eins jener tiefen Thäler oder Bergengen, welche in die Spaniſchen Gebirge von den ſchnell verſchwindenden aber furchtbaren Gießbächen, die beſonders während der Herbſtregen häu⸗ fig ſind, eingeſchnitten werden. Die Schlucht war auf bei⸗ den Seiten von hohen und faſt ſenkrechten Felszacken um⸗ mauert, aber die hellen Blicke des Mondlichts, die bis auf den Grund der Tiefe hinabdrangen, glizzerten an der Rüſtung der Rotten, als ſie ſchweigend hindurchſchritten.

Plötzlich erhob ſich das mauriſche Kriegsgeſchrei:«El Zagal! El Zagal!» von verſchiedenen Seiten des Thals; El Zagall ſchallte es von jeder Klippe, und jeder Ruf war von einem Schauer von Geſchoſſen begleitet, das jedesmal mehrere chriſtliche Krieger niederſtreckte.

Der Graf erhob die Augen und gewahrte bei dem hellen. Mondlicht, wie jeder Bergzacken von mauriſchen Soldaten erglänzte. Der todbringende Schauer von Ge⸗ ſchoſſen fiel dicht herab rings um ihn, und die ſcheinende Rüſtung feiner Krieger machte dieſe zu bequemen Ge⸗ genſtänden, um ſie den Feind als Ziel hinzuſtellen. Der Graf ſah ſeinen Bruder Gonzala neben ſich todt hinge⸗ ſchmettert, ſein eignes Pferd ſiel unter ihm, von vier mauriſchen Speeren durchbort, auch erhielt er eine Wunde in die Hand von einer Musquete.

Da gedachte er des ſchrecklichen Mordens auf den Bergen von Malaga und fürchtete ein ähnliches Unglück. Es war keine Zeit zu verlieren. Seines Bruders Pferd, von ſeinem erſchlagenen Reiter befreit, ſprengte in der