Jahrgang 
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geſtreckt, um ſich der Ruhe hinzugeben, als ein Kund⸗ ſchafter anlangte und die Nachricht brachte, El Zagal ſey püötzlich mit einer ſtarken Streitmacht aus Granada aus⸗ gezogen, und habe ſich in der Nähe Moclin's gelagert.

Es war offenbar, der vorſichtige Maure hatte von dem beabſichtigten Angriff Kunde erlangt. Dennoch war dieß nicht der Gedanke, welcher ſich dem Grafen de Cabra gleich anfangs aufdrang. Er hatte einen König gefangen, hier bot ſich eine günſtige Gelegenheit dar, einen zweiten in Sicherheit zu bringen. Welcher Triumph, einen zweis⸗ ten gefangenen König in ſeine Feſte Vaena einzulogiren! Welch ein Gefangner, ihn den Händen ſeiner königlichen Gebieterin zu überliefern!

Von dieſem Gedanken durchglüht, vergaß der gute Graf alle Anordnungen des Königs; oder vielmehr, von früherem Glück geblendet, vertraute er alles ſeinem Muth und Geſchick, und gedachte durch einen kühnen Griff noch⸗

3 mals den königlichen Preis davon zu führen, und ſeine Lorbeern ohne fremde Mithülfe ſich um's Haupt zu winden.

Seine einzige Furcht war, der Ordensmeiſter von Calatrava und der kriegeriſche Biſchof möchten noch zur rechten Zeit anlangen, den Ruhm ſeines Sieges zu thei⸗ len. So rief denn dieſer heißmuthige Ritter alles auf und zu Roß und brach hervor nach Moclin, ohne ſeinen Truppen die nöthige Zeit zur Ruhe zu vergönnen.(Ma⸗ riana, lib. XXV, 17. Abarca. Zurita. etc.) 3

Der Abend brach heran, als der Graf in der Nähe von Moelin anlangte. Es war Vollmond und die Nacht