— 244—
führte ſie in die beſten Gemächer ein, welche das Krie⸗ gerſchloß darbot; es waren dieſelben, die früher von dem königlichen Gefangenen, Boabdil, eingenommen worden.
König Ferdinand hatte einen klugen Plan entworfen, welcher den Erfolg des Unternehmens ſichern mußte. Der Graf de Cabra und Don Martin Alonzo de Montemayor ſollten ſich mit ihren Truppen ſo auf den Weg begeben, daß ſie Moclin zu einer beſtimmten Stunde erreichten, und alle auffingen, welche ſich hineinzuwerfen oder einen Aus⸗ fall aus der Stadt zu machen verſuchen ſollten.
Der Ordensmeiſter von Calatrava, die Truppen des Großcardinals unter dem Oberbefehl des Grafen von Buendia und die Streitkräfte des Biſchofs von Jaen, welche von eben dieſem kriegeriſchen Prälaten angeführt wurden,— was in allem ſich auf viertauſend Pferde und ſechstauſend Fußgänger belief,— dieſe ſollten zu rechter Zeit aufbrechen, um dem Grafen de Cabra die Hand zu bie⸗ ten, und ſo die Stadt zu umzingeln.
Der König wollte mit ſeiner ganzen Streitmacht ſol⸗ gen, und vor dem Orte ſich lagern.
Hier bricht der würdige Vater, Bruder Antonio Aga⸗ pida, in ein triumphirendes Lob der frommen Prälaten aus, welche ſich auf dieſe Art perſönlich in jene kriege⸗ riſche Auftritte einmiſchten.
«Da dieß,» ſagt er, cein heiliger Kreuzzug war, welcher zur Beförderung des Glaubens, zum Ruhm der Kirche unternommen wurde, ſo ward er immer von hei⸗ ligen Männern angefeuert und begünſtigt. Denn den


