Jahrgang 
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ten, ſo daß die Mauren in ihrer bilderreichen Weiſe ſte den Schild von Granada nannten.

Der Graf de Cabra benachrichtigte die Fürſten von dem ſchwachen Vertheidigungszuſtand der Beſatzung, und äußerte ſeine Hoffnung, daß durch einen geheimen ſchnek⸗ len Zug der Ort überfallen werden könnte. König Fer⸗ dinand befragte ſeine Räthe. Einige warnten ihn vor dem hoffnungsreichen Gemüthe des Grafen und vor ſei⸗ ner Unbekümmertheit um jede Gefahr.

Moclin, bemerkten ſie, ſey nahe bei Granada, und könnte ſchnell verſtärkt werden, doch ſiegte des Grafen Anſicht, da der König ihn, ſeitdem er Boabdil El Chico

gefangen genommen, für untrüglich in Sachen des Grenz⸗

kriegswerks anſah..

Der König zog alſo von Cordova aus, und nahm ſeine Stellung bei Alcala la Real, um Moclin nahe zu ſeyn. Die Königin begab ſich auch weiter an die Grenze nach Vaena und wurde dahin von ihren Kindern, dem Prinzen Juan und der Prinzeſſin Jſabelle begleitet, ſo⸗ wie auch von ihrem oberſten Rath in allen Angelegenhei⸗ ten, in öffentlichen und beſondern, in geiſtlichen und welt⸗ lichen, von dem ehrwürdigen Großcardinal von Spanien nämlich.

Nichts konnte dem Stolze und der Zufriedenheit des treuen Grafen de Cabra gleich kommen, als er dieſen vor⸗ nehmen Zug ſich längs der öden Bergſtraßen hinwinden und in Vaena's Thore einziehen ſah. Er empfing ſeine königlichen Gaͤſte mit aller geziemenden Feierlichkeit, und

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