Druckschrift 
Der burgundische Postillon : humoristischer Roman / con Paul de Kock ; deutsch von August Schrader
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Der Burgundiſche Poſtillon. 111

— Ihre Glaͤubiger werden Sie jetzt verfolgen—

— Meine Glaͤubiger ſollen Alles haben, was ich be⸗ ſitze. Was koͤnnen ſie dann ſagen?

— Aber was bleibt dann Ihnen? Sollen Sie auf Ihre alten Tage noch ungluͤcklich ſein und im Elend leben?

— Deshalb ſeid außer Sorgen, meine Kinder; mir bleibt noch ein großes, praͤchtiges Haus.

— Wie, fragen erſtaunt die beiden jungen Leute, ein praͤchtiges Haus? 8

— Ja, verſetzt der Greis, das Invaliden⸗Haus! Zwei Lanzenſtiche und eine Kugel verſchaffen mir ſchon Auf⸗ nahme.

— Aber Herr Chaillou— unterbricht Jean⸗Marie.

— Kein Wort mehr, mein Entſchluß ſteht feſt. Dort kommt Herr Clarendon, ich werde ihm auf der Stelle Alles erklären!

Arm in Arm mit Madame Deville tritt der Graf Clarendon aus dem Pavillon in den Garten. Der alte Poſthalter zieht ſeinen Hut und tritt ihm beſcheiden entgegen.

— Herr Clarendon, redet er ihn an, Sie ſind ein braver, wuͤrdiger Britte; ich achte und liebe Sie vom Grunde meiner Seele, aber meine Tochter kann ich Ihnen nicht geben. Dieſe beiden jungen Leute ſind ſchon ſeit langer Zeit fur einander beſtimmt geweſen, und wenn De⸗